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26.03.2009

GERRY WEBER startet erfolgreich in das laufende Geschäftsjahr

Gerry Weber International AG / Quartalsergebnis

Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP - ein
Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
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- Im ersten Quartal 2008/2009 zweistelliges Wachstum von Umsatz und Ertrag

- Striktes Kostenmanagement sichert Rendite während der globalen Rezession

- Wirtschaftskrise als Chance für noch schnellere Retail-Expansion

Halle/Westfalen, 26. März 2009

Mit einem Umsatzplus von 12,2 Prozent und einer deutlich überproportionalen
Steigerung sämtlicher Renditekennzahlen im ersten Quartal 2008/2009 gelang
der GERRY WEBER International AG ein glänzender Start in das laufende
Geschäftsjahr. Trotz der globalen Wirtschaftskrise und der daraus
resultierenden allgemeinen Konsumzurückhaltung baute der Fashion- und
Lifestyle-Konzern seine Ausnahmestellung weiter aus. 'Die Krise ist zwar
da, aber sie trifft diejenigen, die nicht gut aufgestellt sind. Wir dagegen
haben in den letzten Jahren viel bewegt, indem wir unsere internen Prozesse
optimiert und flexible Beschaffungsstrukturen sowie modernste
Logistiksysteme eingeführt haben. Für den Handel sind wir ein starker
Partner, weil wir den Einzelhändlern mit unseren Marken höhere
Aufschlagskalkulationen und damit auch höhere Gewinne ermöglichen. Die
Fachpresse bezeichnet uns daher nicht ohne Grund als Leuchtturm der
Modebranche', erklärte der Vorstandsvorsitzende Gerhard Weber. 'Als die
globale Krise am 29. September 2008 begann, haben wir unser
Kostenmanagement schon am nächsten Tag noch einmal deutlich verschärft.
Unsere Expansionspläne werden wir jetzt mit der bestehenden Mitarbeiterzahl
realisieren und auf weitere Einstellungen außerhalb des Retail-Bereichs
verzichten. Außerdem haben wir unsere Kollektionen gestrafft, um so auf
jeden Fall unsere geplante EBIT-Marge von zwölf Prozent zu erreichen.'

Die Konzernumsätze lagen mit 136,6 Mio. Euro um 12,2 Prozent über dem
Vorjahreswert von 121,8 Mio. Euro. Die Markenumsätze nahmen um 22,5 Prozent
von 97,7 Mio. Euro auf 119,7 Mio. Euro zu. Mit einem Plus von 29,5 Prozent
wies die Kernmarke GERRY WEBER die höchste Erlössteigerung aus. Sie
verbesserte sich von 70,5 Mio. Euro auf 91,3 Mio. Euro.

Die größten Wachstumsimpulse gingen erneut von den eigenen
Einzelhandelsaktivitäten aus. Der Retail-Bereich, der die 112 HOUSES OF
GERRY WEBER, die vom Unternehmen selbst betrieben werden, zusammenfasst,
steigerte seine Umsätze von 27,2 Mio. Euro auf 32,9 Mio. Euro und
verbesserte sich damit um 21,2 Prozent. Der GERRY WEBER eShop, der die
Retail-Aktivitäten des Unternehmens ergänzt, erzielte im ersten Quartal
2008/2009 ein Umsatzplus über alle drei Konzernmarken von 16,9 Prozent.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte im
ersten Quartal 2008/2009 um 17,3 Prozent von 12,7 Mio. Euro im Vorjahr auf
14,9 Mio. Euro zu. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 20,1 Prozent von
9,9 Mio. Euro auf 11,9 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit (EBT) nahm um 21,4 Prozent von 8,9 Mio. Euro auf 10,7
Mio. Euro zu. Die jeweiligen Margen erhöhten sich entsprechend. Der
Periodenüberschuss lag mit 7,4 Mio. Euro um 30,8 Prozent über dem
Vorjahreswert von 5,7 Mio. Euro. Das DVFA-Ergebnis je Aktie stieg um 0,08
Euro auf 0,33 Euro.

Durch sein anhaltend hohes Wachstum vor allem im Retail-Bereich schuf das
Unternehmen wieder zahlreiche neue Stellen. Am 31. Januar 2009 beschäftigte
die GERRY WEBER-Gruppe 2.340 Mitarbeiter. Das waren 282 mehr als im Vorjahr
(2.058).

Die Auftragseingänge für die erste und zweite Kollektion zur
Herbst/Winter-Saison 2009, die sich nur auf den Wholesale-Bereich beziehen
und das wachstumsstarke Retail-Segment nicht umfassen, belaufen sich auf
195,8 Mio. Euro und liegen damit um rund drei Prozent über dem Niveau des
Vorjahres. Da das Unternehmen seinen Kollektionsrhythmus umgestellt hat,
ist ein exakter Vergleich mit den Vorjahreswerten nicht möglich. Die
genauen Orderzahlen werden erst nach Abschluss der Orderrunde im Mai 2009
vorliegen.

Im laufenden Geschäftsjahr will die GERRY WEBER-Gruppe trotz der
schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen weiter expandieren. Bis die
Wirtschaft wieder an Schwung gewinnt, wird das Unternehmen jedoch eine
gesicherte Rendite in den Vordergrund stellen.  Die GERRY WEBER-Gruppe will
sich von Kunden mit schlechter Bonität trennen, um ihre sehr gute
Forderungsausfallquote von nur 0,1 Prozent auch zukünftig nicht zu
überschreiten. Die Einhaltung der Renditeziele soll in allen Ländern, in
denen das Unternehmen aktiv ist, strikt überwacht werden. Dies gilt vor
allem für solche Staaten, die von der globalen Rezession stärker betroffen
sind als Deutschland und deren Währungen deutlich abgewertet wurden, wie
beispielsweise Russland, Großbritannien und die skandinavischen Länder. Im
Hinblick auf die deutlich verschlechterten konjunkturellen Aussichten und
aufgrund der nur noch einstelligen Zuwächse bei den Ordereingängen für die
Herbst/Winter-Saison 2009 geht die GERRY WEBER-Gruppe für das aktuelle
Geschäftsjahr von einem Wachstum von etwa sechs Prozent und einem
Konzernumsatz von mindestens 600 Mio. Euro aus. Das Unternehmen hält an
seiner Prognose fest, die EBIT-Marge auf zwölf Prozent zu steigern. 'Bevor
wir unsere Renditeziele gefährden, sehen wir bei jedem Auftrag lieber noch
genauer hin und trennen uns von Kunden, die durch die Wirtschaftskrise
angeschlagen sind', so Gerhard Weber weiter. 'Wir sind überzeugt, durch
unser striktes Kostenmanagement die angestrebte EBIT-Marge von zwölf
Prozent auf jeden Fall zu erreichen.'

Mit einer Eigenkapitalquote von 54,6 Prozent ist die GERRY WEBER-Gruppe in
Zeiten erschwerter Refinanzierungsmöglichkeiten sehr gut am Kapitalmarkt
aufgestellt. Die nach wie vor hohe Quote hat sich gegenüber dem am 31.
Oktober 2008 ausgewiesenen Wert von 60,9 Prozent verringert, da zwischen
dem 01. November 2008 und dem 31. Januar 2009 im Rahmen des
Aktienrückkaufprogramms 368.216 eigene Aktien zurückgekauft wurden. Die
erfreuliche Liquiditätssituation des Unternehmens erlaubt es, die geplanten
Investitionen trotz der verschlechterten gesamtwirtschaftlichen Aussichten
uneingeschränkt durchzuführen. Vor allem die eigenen Retail-Aktivitäten
werden ausgebaut. 'Mit unserer Vertikalisierungsstrategie haben wir eine
eigene Unternehmenskonjunktur geschaffen. Das hat uns in den letzten Jahren
ganz nach vorne gebracht und zahlt sich in der gegenwärtigen Rezession erst
recht aus. Durch unseren eigenen Retail-Bereich können wir unser Wachstum
aktiv steuern. Daher wollen wir uns in den nächsten zwei Jahren noch
vertikaler ausrichten. Ab April 2009 werden wir sieben Concessions-Flächen
bei El Corte Inglés, der größten spanischen Kaufhauskette, betreiben, die
zukünftig ausgebaut werden sollen', fuhr der Vorstandsvorsitzende
abschließend fort. 'Aus der globalen Krise werden wir gestärkt hervorgehen.
In der derzeitigen Rezession fallen die Mieten, und wir bekommen schon
jetzt interessante Mietangebote aus dem In- und Ausland. Das ist unsere
Chance, um im Retail-Bereich noch schneller voranzukommen.'

 

Die GERRY WEBER-Gruppe im ersten Quartal:


in Mio. EUR (nach IFRS)                         2008/2009        2007/2008
Umsatz                                              136,6            121,8
EBITDA                                               14,9             12,7
EBITDA-Marge                                        10,9%            10,4%
EBIT                                                 11,9              9,9
EBIT-Marge                                           8,7%             8,2%
EBT                                                  10,7              8,9
EBT-Marge                                            7,9%             7,3%
Periodenüberschuss                                    7,4              5,7
DVFA-Ergebnis je Aktie in EUR                        0,33             0,25
Brutto-Cashflow                                      13,7             11,5
Investitionen                                         3,4              3,2
Mitarbeiter am 31.01.                               2.340            2.058


Ansprechpartner für Investor Relations: Hans-Dieter Kley Tel.: +49 (0) 52 01 185-0 E-Mail: b.uhlenbusch@gerryweber.de www.gerryweber-ag.de 26.03.2009 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP --------------------------------------------------------------------------- Sprache: Deutsch Emittent: Gerry Weber International AG Neulehenstraße 8 33790 Halle/Westfalen Deutschland Telefon: +49 (0)5201 185-0 Fax: +49 (0)5201 5857 E-Mail: h.kley@gerryweber.de Internet: www.gerryweber-ag.de ISIN: DE0003304101 WKN: 330410 Indizes: SDAX Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard), Düsseldorf; Freiverkehr in Berlin, Stuttgart Ende der Mitteilung DGAP News-Service ---------------------------------------------------------------------------